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Montag, 31. August 2015

Eine schlechtere Version von einem selbst?

Was mir momentan durch den Kopf geht...


Hallo ihr Lieben,

wie ich in meiner Blogvorstellug erwähnt habe, ist dieser Blog wie ein Rückzugsort - ein Ort, wo ich alle meine Gedanken, Erlebnisse und Geschichten aufschreiben und mit euch teilen kann. 
Und wie Gedanken nun mal so sind, sind sie sehr wechselhaft, genauso wie eine Stimmung. Und ich bin ein Mensch, der sehr ehrlich ist und deshalb teile ich mit euch meine momentanen Gedanken und einen kleinen Teil meiner Geschichte...

Ich denke, dass jeder von uns allen auch mal schlechte Tage hat. Tage, an denen man sich denkt: 'Alles läuft falsch', 'Ich bin falsch?', 'Wieso?' 'Weshalb?' 'Warum?'.
Ich hatte heute eben einen dieser Tage - das ist menschlich, also verurteilt keinen für so etwas. :) 
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr denkt, ihr vermasselt euch alles selber?
Ich hatte heute das Gefühl, als ob ich mir immer mein eigenes Glücklichsein zerstören würde. Als ob mein Leben und mein Kopf es mir nicht erlauben würden, mich dauerhaft glücklich zu fühlen und ich einfach nur zu blöd sei, mich selber glücklich sein zu lassen. 
So als ob ich es nicht schaffen könnte, mich selbst glücklich sein zu lassen. 
Ich bin glücklich? BAMMM, und schon passiert irgendetwas oder ich denke wieder ganz anders. Und jeder, der diese Gefühle mal hatte oder hat, der weiß, dass sich solche Gedanken stapeln und türmen können und immer größer und höher werden, wie ein großer Wolkenturm kurz vor dem Regen, sodass man gar nicht mehr überblicken kann, was zu was gehört und ohne noch einen Strahl Licht zu sehen. Plötzlich sind da so viel mehr Gedanken, Erinnerungen und Geschehnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Alle prasseln plötzlich auf einmal auf einen ein und dann ist es plötzlich nicht mehr nur dieser eine Anfangsgedanke oder diese eine Ausgangssituation, sondern es ist wie ein Platzregen - wie eine Wucht trifft alles auf einen ein und reißt auf einmal Wunden und Erinnerungen auf, welche man entweder noch nicht einmal kannte oder die mal als längst verheilt angesehen hatte. 

Manchmal habe ich das Gefühl, als ob ich eine schlechtere Version von mir selbst sei. Das mag zum einem daran liegen, dass ich unheimlich selbstkritisch bin, zum anderen aber auch daran, dass ich immer versucht habe, die beste Version von mir zu sein. Doch mir war nie klar gewesen, dass man nicht die beste Version von einem selber sein kann, denn dann wäre man nicht menschlich. 
Bei mir war es früher so, - und das ist mir erst heute irgendwie klar geworden - dass ich immer versucht habe für alle ''richtig'' zu sein. 
Dabei muss man wissen, dass meine Eltern nicht zusammen sind und ich immer versucht habe, genau ''richtig'' zu sein - egal bei wem ich war. 
Mir hat einfach irgendwann der Mensch und der Moment gefehlt, der mir gesagt hätte, dass ich genau richtig so bin, wie ich bin. Aber wenn einem das zu wenig gesagt wird, oder man irgendwann aufhört daran zu glauben, dann verschleppt man die Zweifel über die Jahre hinweg. Und je älter man wird, desto mehr beginnt man alles zu hinterfragen und sich Gedanken zu machen. 
Das ist auf der einen Seite ein Segen, aber auch auf der anderen Seite ein Fluch. 
Man beginnt sich selbst immer mehr zu verunsichern und klammert sich an irgendwelche haltlosen Dinge - wie ein schwarzes Loch ohne Boden. 
Ich bin schon immer ein eher optimistischer Mensch gewesen und habe mir deshalb immer die positiven Dinge vor Augen gerufen - habe mir selbst gesagt: ''Lern aus der Vergangenheit und schließe mit ihr ab, lebe in der Gegenwart und freue dich auf die Zukunft.''
Und man denkt immer, dass man mit der Vergangenheit abgeschlossen hat, aber dann denkt sich wohl irgendein Gedankenstrang ''Hey, warte, diese Erinnerung gibt es auch noch - bloß nicht vergessen.'' 
Aber ok, das kennt denke ich jeder mal. 
Das Blödeste jedoch ist der Fakt, dass einem niemand so richtig dabei helfen kann (denke ich zumindest), weil das leider irgendwie zum Leben dazugehört und gerade in der Pubertät ein noch viel größeres Chaos verursacht, als eh schon in unseren Köpfen zu der Zeit herrscht. 

Ich fühle mich jetzt auf jeden Fall schon wieder viel besser und bin wieder viel optimistischer gestimmt. Denn es war schon immer so, dass ich am besten mit meinen Gedanken und Gefühlen umgehen konnte, indem ich sie aufgeschrieben habe und einfach meine Gedanken in Worte fließen ließ. Das hat mir bisher fast immer geholfen - das ist auch ein Grund, weshalb ich diesen Blog gestartet habe: Weil ich im Schreiben meine Passion und mein Gedankenventil gefunden habe. 
Denn mein Blog ist glücklich, weil ich es bin. 
Und wenn mal ein Blogpost wie dieser online kommt, dann liegt das daran, dass ich einfach mal einen schlechten Tag hatte und all meine Gedanken herunterschreiben musste und ich eben diese damit verarbeite. 
Mir geht es nämlich jetzt wieder super, weil ich einfach mal all den angestauten Frust rauslassen konnte und jetzt wieder Platz für neuen Optimismus und Freude und hoffentlich auch viel Glück ist. 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und denkt dran: Graue Regenwolken verziehen sich wieder und irgendwann kommt die Sonne zurück und man weiß schon gar nicht mehr, warum es überhaupt hätte regnen sollen. :) 

Sooo, und nun eine Gute Nacht und fühlt euch alle glücklich. ;)

Eure jetzt besser fühlende Anna Lea ;)  

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